Die Adventszeit hat etwas Magisches: Lichter leuchten, es duftet nach Zimt und Vanille, und überall entstehen kleine Inseln der Gemütlichkeit. Während wir Menschen diese besondere Atmosphäre genießen, erleben unsere Hunde den Dezember oft ganz anders. Neue Geräusche, ungewohnte Abläufe, fremde Düfte, all das kann spannend sein, aber manchmal auch stressig oder sogar gefährlich.
Damit ihr gemeinsam eine harmonische, sichere und entspannte Adventszeit genießen könnt, habe ich für dich und deinen Hund einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.
1. Eine Oase der Ruhe schaffen
In der Weihnachtszeit ist immer etwas los: Basteln, Backen, Besuch. Dein Hund kann schnell das Gefühl bekommen, mitten im Trubel zu sein.
Richte daher einen ruhigen, gemütlichen Rückzugsort ein, an dem dein Hund ungestört liegen und die Welt kurz ausblenden kann. Eine Liegefläche weit weg vom Geschehen wirkt oft Wunder.
2. Kerzenlicht, schön, aber bitte sicher
Kerzen gehören für viele Menschen einfach zur Adventszeit dazu. Doch wedelnde Schwänze und neugierige Nasen kennen keine Brandschutzregeln.
Stelle Kerzen deshalb immer so auf, dass dein Hund sie nicht erreichen kann, oder nutze LED-Kerzen, sie zaubern genauso viel Atmosphäre, sind aber komplett sicher.
3. Weihnachtsleckereien? Bitte nur für Menschen!
Der Duft von Plätzchen, Schokolade oder Marzipan ist verführerisch, für uns wie für Hunde. Doch vieles, was wir essen, ist für Hunde giftig.
Schokolade, Rosinen, Nüsse, Alkohol oder manche Gewürze gehören nicht in Hundepfoten. Bewahre sie sicher auf und biete deinem Hund lieber eigene winterliche Snacks an, wie zum Beispiel getrocknete Apfelstückchen oder selbstgebackene Hundekekse.
4. Der Weihnachtsbaum, ein kleines Abenteuer auf vier Pfoten
Ein Baum im Wohnzimmer? Für viele Hunde ist das faszinierend! Damit alles entspannt bleibt:
- Bruchsicheren Baumschmuck wählen
- Keine Schokolade oder Salzteig am Baum
- Kabel und Lichterketten sichern
- Baumstand fest fixieren
So könnt ihr beide den Anblick genießen, ohne Gefahren.
5. Geschenkmarathon ohne Bauchweh
Geschenkpapier, Schleifen und Verpackungsmaterial ziehen viele Hunde magisch an.
Halte gefährliche Kleinteile außer Reichweite und gib deinem Hund während des Geschenkebastelns eine entspannte Beschäftigung, zum Beispiel einen Kausnack oder eine Schnüffelaufgabe.
6. Winterspaziergänge, herrlich, aber pfotensensibel
Schnee, Eis und Streusalz sind eine Herausforderung für empfindliche Hundepfoten.
Ein kleiner Pfoten-Check nach dem Spaziergang, etwas Pfotenschutzcreme oder lauwarmes Abspülen sorgen dafür, dass die Pfoten gesund bleiben. Siehe auch unseren Ratgeber "Wann wird Gassi für den Hund im Winter kritisch?".
7. Entschleunigung, die Seele deines Hundes dankt es dir
Der Dezember ist schneller, voller, lauter. Unsere Hunde spüren das.
Schon ein kurzer Moment bewusster Nähe, ein Kuschelritual, eine langsame Gassirunde, ein tiefer Atemzug zusammen, kann ausreichen, um den ganzen Tag weicher zu machen.
8. Zeit: das schönste Geschenk, das du deinem Hund machen kannst
Dein Hund weiß nicht, was Advent bedeutet, aber er spürt Liebe, Ruhe, Rituale und Nähe.
Schenke ihm kleine, gemeinsame Momente, in denen alles andere ruhen darf. Das ist der wahre Weihnachtszauber.
9. Offene Türen im Blick behalten
Mehr Besuch bedeutet auch: schneller kann ein Hund entlaufen.
In der Adventszeit kommen häufiger Gäste, Türen werden öfter geöffnet, und die Aufmerksamkeit ist auf viele Dinge verteilt. Achte darauf, dass Türen und Tore geschlossen bleiben, wenn dein Hund in der Nähe ist, oder informiere deine Gäste, damit alle gemeinsam darauf achten können.
Fazit
Die Adventszeit ist ein Geschenk voller Wärme. Wenn wir als Hundemenschen ein wenig achtsam durch diese Wochen gehen, wird sie nicht nur für uns, sondern auch für unsere Hunde zu einer besonderen, sicheren und friedlichen Zeit.
Genießt sie, Schritt für Schritt, Pfote für Hand.