Wer einen Hund hat, weiß:
Er ist nicht einfach nur ein Tier. Er ist Familie.
Und wenn plötzlich ein Notfall eintritt, setzt bei uns Hundemenschen oft alles aus.
Der Puls rast. Die Gedanken überschlagen sich. Die Angst übernimmt.
In solchen Momenten wollen wir nur eines: helfen.
Unserem Hund. Sofort. Um jeden Preis.
Genau deshalb liegt mir diese App so sehr am Herzen.
Woher die Idee für die Freddy-Notfall-App kommt
Zwischen Weihnachten 2019 und dem neuen Jahr 2020 musste ich nacheinander Abschied von meinen Hunden nehmen, sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen – alles über die Feiertage. Immer wieder musste ich in dieser Zeit zum Notdienst, weil Feiertage waren. Zum Glück ist da der Notdienst für einen da. Danach saß ich mit meiner Freundin Micha (auch so ein Hundeherzensmensch ❤) traurig in unserem Gewölbekeller und sagte zu ihr: Ich muss da etwas ändern. Damit es Hundemenschen sowie Tierärztinnen und Tierärzten in Notsituationen leichter fällt.
Ab da ließ mich diese Idee nicht mehr los. Neben meiner Selbständigkeit als Webprogrammiererin und Agenturinhaberin habe ich noch studiert, und das wirklich lange , weil neben der Agentur oft einfach die Zeit fehlte. Ich bin aber immer so ein Mensch: Wenn ich etwas anfange, mache ich es auch zu Ende. Nicht immer gut. Aber in dem Fall glaube ich, war es total richtig. Damit sich das Studium trotzdem sinnvoll anfühlte, habe ich als Abschlussarbeit meine Notfall-App für Hunde in Angriff genommen. Und jetzt, 2026, geht sie an den Start.
Für mich ist Freddy mehr als ein Projekt. Sie ist die Antwort auf einen Moment, in dem ich mir gewünscht hätte, besser vorbereitet zu sein, und in dem ich gesehen habe, wie schwer der Job der Tierärztinnen und Tierärzte ist. Beides möchte diese App ein Stück weit erleichtern.
Sie soll uns helfen, in Ausnahmesituationen klarer zu handeln.
Sie soll uns unterstützen, die richtigen Informationen parat zu haben.
Und sie soll uns dabei helfen, mit Tierärztinnen und Tierärzten ruhig, strukturiert und respektvoll zu kommunizieren.
Denn eines dürfen wir nie vergessen:
Tierärztinnen und Tierärzte leisten Unglaubliches
Tierärztinnen und Tierärzte tragen jeden Tag enorme Verantwortung.
Sie entscheiden unter Zeitdruck.
Sie behandeln schwere Verletzungen.
Sie begleiten Leben und manchmal auch Abschiede.
Sie arbeiten oft unter emotionalem Dauerstress.
Mit verzweifelten Besitzern.
Mit weinenden Familien.
Mit Notfällen mitten in der Nacht.
Und trotzdem geben sie alles.
Sie kämpfen für unsere Tiere.
Sie bilden sich ständig weiter.
Sie stehen auf, wenn andere schlafen.
Und ja, sie machen einen verdammt guten Job.
Wenn Angst zu Wut wird
Ich sage das auch ganz bewusst aus eigener Erfahrung.
Mir selbst ist es schon passiert, dass ich im Notfall wütend war.
Ungeduldig. Vielleicht sogar unfair.
Aber wenn ich ehrlich bin:
Ich war nicht wirklich wütend.
Ich war einfach nur unfassbar traurig.
Hilflos.
Überfordert.
Und manchmal sucht man in dieser Überforderung einen Sündenbock.
Jemanden, dem man die eigene Angst zuschieben kann.
Doch das darf eigentlich nicht passieren.
Denn auf der anderen Seite steht ein Mensch,
der gerade alles versucht, um zu helfen.
Gemeinsam für unsere Hunde
Diese App soll genau dabei unterstützen:
- Klarer kommunizieren
- Wichtige Infos griffbereit haben
- Symptome strukturiert weitergeben
- Ruhe bewahren
- Tierärztinnen und Tierärzte bestmöglich unterstützen
Denn gute Medizin ist Teamarbeit.
Hundemenschen + Tierärztinnen und Tierärzte = das beste Netzwerk für unsere Vierbeiner.
Wenn wir vorbereitet sind,
können Tierärztinnen und Tierärzte schneller handeln.
Gezielter entscheiden.
Und unseren Hunden noch besser helfen.
Mehr zur Vorbereitung findest du im Artikel TAPS-Schema: Orientierung und Vorbereitung für den Notfall mit deinem Hund. Die Freddy Notfall-App soll dich dabei zusätzlich unterstützen; hier kannst du dich für die Warteliste anmelden.
Ein echtes Danke
An alle Tierärztinnen und Tierärzte da draußen:
Danke für eure Geduld.
Danke für eure Kompetenz.
Danke für eure Nachtschichten.
Danke für euer Mitgefühl.
Danke, dass ihr da seid, wenn wir euch am meisten brauchen.
Wir sehen euren Einsatz.
Und wir wissen ihn zu schätzen.
Danke an alle Hundemenschen
Nicht nur Tierärztinnen und Tierärzte leisten Unglaubliches. Auch ihr, die ihr mit euren Hunden lebt: Ihr sorgt vor, ihr beobachtet, ihr handelt – oft unter Stress und Angst. Dieses Danke gilt allen, die das Beste für ihren Hund möglich machen und sich vorbereiten, damit im Ernstfall nichts Wichtiges fehlt. Freddy ist für euch gedacht.
Und genau deshalb liegt mir diese App so sehr am Herzen.
Weil sie Brücken bauen soll: zwischen Emotion und Professionalität, zwischen Sorge und Struktur, zwischen Hundeliebe und medizinischer Expertise.
Für unsere Hunde.
Und für die Menschen, die sie retten.
Steffi · Webprogrammiererin, Agenturinhaberin und Mensch hinter Freddy
Aktuelle Fotos kommen noch – ich fotografiere mich nicht so gern ;‑)