Bald ist Weihnachten! Man kann es schon überall spüren: draußen ist's kalt, drinnen ist's kuschelig, in den Läden glitzert alles und Straßen und Fenster sind abends hell erleuchtet. Findest du das auch so stimmungsvoll?
Vielleicht waren auch schon die ersten Freunde zum Adventsbesuch da und haben ganz traditionell einen Weihnachtsstern mitgebracht. Die gibt es mittlerweile in vielen Farben, mit oder ohne Glitzer, groß oder klein. Aber so schön sie sind – für unsere Haustiere können sie gefährlich werden. Das wissen die Meisten von uns längst.
Leider sind von den wunderschönen Pflanzen, die wir im Haus hüten und pflegen, einige giftig oder leicht giftig. Manche verursachen leichte Reizungen, andere schwere Vergiftungen. Daher müssen wir, wenn wir solche Schönheiten im Haus haben, unsere Kleinkinder und Haustiere gut im Blick behalten – oder am besten gleich ganz auf die gefährlichen Exemplare verzichten.
Giftige Zimmerpflanzen – eine Auswahl
Hier mal nur eine kleine, nicht vollständige Auswahl giftiger Zimmerpflanzen:
- Weihnachtsstern, schon genannt
- Efeutute
- Einblatt
- Dieffenbachie
- Rhododendron
- Philodendron
- Monstera
- Flamingoblume
- Alpenveilchen
- Azalee
- Amaryllis
- Hyazinthe
- Narzisse
- Zimmerfarn
- Buntwurz (Kaladium)
- Calla
- Wunderbaum (Rizinus)
- Chrysanthemen
- Palmfarn
- Schefflera
- Tulpen, Narzissen…
- und viele mehr.
Last but not least ist sogar der Brauch, sich zur Weihnachtszeit unterm Mistelzweig zu küssen, keine gute Idee. Denn auch der ist giftig – alle Teile davon.
Was tun, wenn der Hund eine giftige Pflanze gefressen hat?
Was aber tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist? Wenn ein zerfleddertes Blatt in Stückchen auf dem Boden liegt, Fips mit unschuldigem Hundeblick davorsitzt und möglicherweise was davon aufgenommen hat?
Dann erstmal: Ruhe bewahren.
Vielleicht hat er ja gar nichts davon gefressen, und vielleicht ist die Pflanze nur schwach giftig oder leicht reizend. Beobachte deinen Hund genau.
Erste Symptome erkennen
Zeigt er erste Symptome (nach 2-4 Stunden, sie können aber auch erst später auftreten) wie:
- Kopfschütteln
- Übermäßiges Speicheln
- Herumhantieren mit der Pfote an der Schnauze
Heftigere Symptome sind:
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Atemnot
Die Augen können betroffen sein (durch Kontakt mit milchiger Pflanzenflüssigkeit), dann tränen und zucken diese und die Augenlider können anschwellen.
Wer seinen Hund kennt, merkt auch schon an seinem Verhalten, dass etwas nicht stimmt.
Sofortmaßnahmen
Als erste Sofortmaßnahme kann man das Maul (bzw. die Augen) mit viel kaltem Wasser spülen. Und dann: sofort den Tierarzt anrufen. Sachverhalt schildern, Pflanzenreste fotografieren und einpacken, Hund einpacken und noch am selben Tag ab zum Tierarzt.
Vorbeugung ist besser
Die Pflanzen sollten so platziert werden, dass der Hund nicht an sie herankommt.
Eine solche Weihnachtsüberraschung muss nicht sein.
Schöne und gesunde Adventszeit!
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Bei Verdacht auf eine Vergiftung oder bei gesundheitlichen Problemen deines Hundes solltest du umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt konsultieren. Die hier genannten Informationen können eine professionelle tierärztliche Beratung nicht ersetzen.